Reise nach New York und Kolumbien vom 3. August - 6. September 2012

Freitag, 10. August 2012

We love New York (6.8.)

Zur bereits gewohnten Zeit und auf die gewohnte Art und Weise werden wir auch dieses Mal geweckt. Um wieder ein wenig Aufregung in unser festgefahrenes Morgenprogramm zu bringen beschließen wir heute mal nicht bei Starbucks, sondern bei "Angela" zu frühstücken - nicht jeder ist allerdings hundertprozentig mit seinem (ihrem) Frühstück zufrieden und beschließen voller Reue für den nächsten und letzten Morgen wieder Starbucks den Vorzug zu geben. Nach leichtem Regen am gestrigen Abend ist es heute wesentlich weniger schwül und auch nicht mehr so heiß - vielleicht ist es dann auch nicht mehr so diesig... Aussichtswetter! Nach dem Frühstück geht´s daher schnurstracks in die heißen Katakomben der Subway und weiter in Richtung 34th Street / Herald Square. Diesmal lassen wir Macy´s links liegen und kämpfen uns stattdessen durch die Menschenmassen zum nahen Empire State Building. Schneller als erwartet passieren wir alle Engstellen und Sicherheitsschleusen und stehen auf der gut gefüllten Besucherplattform im 86. Stock. Der Ausblick auf das Häusermeer ist auch bei Tag ein Erlebnis! Schade nur, dass King Kong wohl ausgerechnet heute seinen freien Tag...










Das Sightseeing-Programm wird jetzt für die nächsten Stunden durch Highspeed-Shopping unterbrochen: Aeropostale, Hollister und Abercrombie & Fitch heißen die Stationen. Bevor wir (also ich) unsere (sprich meine) Tüten mit den Jagdtrophäen im Hotel deponiere schauen wir noch in den kitschig-stillosen Trump Tower.




New Yorker Spiegelungen
Nach unserer Stippvisite im Hotel ziehen wir wieder los - nach Chelsea. Dort wartet eine verhältnismäßig neue Attraktion, der auf einer ehemaligen Hochbahntrasse angelegte Highline Park. Zuvor unternehmen wir aber noch in einer Bar direkt am Aufgang zum Park den Versuch für den morgigen Weiterflug nach Bogotá den Online-Checkin zu machen. Leider vergeblich, da uns unsere Pässe fehlen. Also dann eben doch erst später vom Hotel aus. Und jetzt nix wie rauf auf den Park - denn es wird schon langsam Abend. Bei der beschränkten Fläche ist es kaum zu glauben, wie vielseitig der Highline Park ist - und der Blick auf die umliegenden Viertel ist durch die neue erhöhte Perspektive wirklich toll. Immer wieder überraschen originelle und kreative Details. Wir folgen dem von Touristen, lustwandelnden und personal trainer gequälten "Locals" bevölkerten schmalen Park und erreichen viel zu bald Greenwich Village.









Blick auf das vorläufige Ende des Highline Park im Greenwich Village

Im Village begeistert uns die relaxte, trendige Atmosphäre. Trotzdem lassen wir uns nicht hinreißen eine Menge Geld für eine Essen in einem der schönen Restaurants auszugeben, sondern begnügen uns mit Pizzaschnitten in einem Schnellimbiss. Rund um die Christopher Street (bekannt aus diversen Christopher Street Days) konzentriert sich, oh Wunder, die Schwulen- und Lesbenszene - und es gibt diverse bizarre Schaufenster von auf alle möglichen Fetische ausgerichteten Geschäften. Das Village begeistert durch seine tolerante, liberale uns relaxte Atmosphäre. Die Hektik von Midtown scheint Lichtjahre entfernt.



Es gibt also doch noch Unterstützung...!


Stefan, dieses Foto ist nur für Dich!
Schaufenster in der Christopher Street



Nomen est omen


Unser Spaziergang endet am stimmungsvollen, von einer extravagenten Mischung aus Junkies, Dealern und Studenten bevölkerten Washington Square. 

Wie wahr!


Spätestens auf der Heimfahrt in der Subway sind wir dann alle zu bekennenden und begeisterten New York-Fans mutiert. Eigentlich schade, dass wir nicht mehr Zeit für diese faszinierende und facettenreiche Stadt haben, die sich wohl wie keine andere mit Fug und Recht als Weltstadt bezeichnen kann. Hier kommt wirklich die ganze Welt zusammen. New York, so kommt es mir immer vor, gehört nicht einem Land, es gehört allen. Hier fällt niemand als Fremder auf, denn irgendwie sind doch alle fremd und gehören doch dazu - oder viel mehr schaffen diesen Mikrokosmos erst. 



Und so endet wieder ein Tag, jedoch nicht bevor die wichtigsten Vorbereitungen für die morgige Abreise getroffen sind.



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