Der nächste Morgen beginnt um 7:45 mit sanftem
Pfeifen aus dem Handywecker. Einigermaßen stadtfein geht´s kurz drauf auf die
Piste: der erste Weg führt zur allseits bekannten Kaffeekette aus Seattle, wo
wir uns für den Tag stärken.
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| Zwischen Hotel und unserem "Stamm"-Starbucks |
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| Blick vom Frühstücks"tisch" |
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| Nicht ganz billig, aber lecker! |
Bei schon morgens schwülheißen 30°C ist das auch
bitter nötig. Energiegeladen marschieren wir schnurstracks in den nahen Central
Park und lustwandeln durch die teils dichte Vegetation. Der riesige Park
inmitten der Asphalt- und Betonwüste Manhattans ist eine wahre Oase – immer
wieder geht es auf schattigen Waldwegen die Felsen rauf und runter. Es gibt große
Seen mit vielen lauschigen Winkeln und das Märchenschlösschen Castle Belvedere
mit seiner Aussichtsplattform. Dazwischen schnaufende und schweißnasse Jogger,
Inlineskater und Radfahrer, nicht wenige in Begleitung ihres Personal Trainers,
Familien, Hundebesitzer und alle denkbaren Kombinationen aus dem genannten.







Es ließe sich ohne weiteres ein ganzer Tag in der
grünen Lunge Manhattans verbringen, doch so viel Zeit bleibt uns bei nur 3
Tagen naturgemäß nicht. Aber für einen längeren Spaziergang reicht es dann doch
– und dieser Spaziergang führt uns zum weltberühmten Museum of Modern Art. Es
ist das dritte Mal, dass ich diese Schatztruhe besuche und auch hier wäre es
schön vieeeeeeeeeel Zeit für die fantastischen Ausstellungen zu haben: das alte
Ägypten, die Kulturen Amerikasa Ozeaniens oder europäische Ritterrüstungen –
all das und so Vieles mehr gibt es zu entdecken und so bleibt uns bei der Kürze
der Zeit nur, wieder die Highlights herauszupicken. Schön ist die Stippvisite
trotzdem.
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| altägyptische Flip-Flops |
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| Vor dem Metropolitan Museum of Art |
Per Taxi fahren wir im Anschluss zum Pier 83 am
Hudson River, um unseren stark beanspruchten Beinen mal eine zweistündige
Auszeit zu gönnen und die Insel Manhattan auf einem Boot der Circle Line halb
zu umrunden. Diese Idee haben auch dieses mal jede Menge Leute und so finden
wir uns in einer langen Schlange von Bootpassagieren wieder, doch wohl weil die
Sonne heiß und unbarmherzig vom dunstig-blauen Himmel brennt, ergattern wir
noch gute Plätze auf dem Außendeck. Die Aussicht auf die Skyline von Manhattan
ist vor allem beeindruckend und durch die ständige Medienpräsenz seltsam vertraut. Wir können uns gar nicht satt sehen - ständig gibt es Neues zu entdecken: Empire State Building, Chrysler Building oder der neue Freedom Tower, dort wo früher die markanten Zwillingstürme standen. Es ist das erste Mal für mich, dass ich Downtown ohne deren Silhouette sehe und es berührt irgendwie schon, so platt es klingen mag, aber es tut sogar physisch ein bißchen weh (oder ist das der Rücken?). Doch es ist schön zu sehen, dass die entstandene Lücke nun recht harmonisch durch die Türme des neuen World Trade Center geschlossen wird. Ein Schlenker bringt uns Ellis Island und der Freiheitsstatue näher und dann geht es durch die imposanten Brücken des East River weiter in nördlicher Richtung, bis wir den schmucklosen Bau der Vereinten Nationen erreichen. In der Zwischenzeit sind bedrohlich dunkle Wolken aufgezogen und wir rechnen minütlich mit einem Gewitter. Aber wir haben uns verrechnet. Immerhin entgehen wir so dem wohl sicheren Sonnenstich - mein Vater hat sich dank seiner ebenso modischen wie pflegeleichten Kurzhaarfrisur sowieso schon die Kopfhaut verbrannt...
Die nächste Station heißt Grand Central Terminal - der für mich schönste und beeindruckenste Bahnhof, den man sich vorstellen kann - eine Kathedrale des Fortschritts und des Glaubens daran. Der bunten Menschenmenge könnten wir stundenlang zusehen - was bei drei Tagen Manhattan allerdings purer Luxus wäre. Daher beschränken wir uns mit einer knappen halben Stunde.
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