Reise nach New York und Kolumbien vom 3. August - 6. September 2012

Freitag, 10. August 2012

Erster Eindruck von Bogotá (8.8.)

Um halb acht pfeift der Handywecker - und es kostet wirklich Überwindung sich aus dem warmen Bett zu schälen und dann ungeschützt der Kälte Bogotás ausgeliefert zu sein. Hilft aber alles nichts, denn irgendwann muss es ja sein. Zur Belohnung wartet das Hotelfrühstück auf uns: Obst, Saft, Rühreier, Brot und Cornflakes. Da gibt es nix zu meckern.



Ausgerüstet für die Tropensonne
Nach dem Frühstück brechen wir auf - es ist kühl, aber sonnig. Ideale Bedingungen also für eine Fahrt mit der Zahnradbahn auf den ca. 3100 Meter hohen Hausberg Monserrate, auf dem eine Wallfahrtskirche thront und von dem aus sich ein fantastischer Blick auf die Hochebene samt des Häusermeers der kolumbianischen Hauptstadt ergibt. Wir verbringen einige Zeit in dem schön angelegten Park, trinken einen "Tinto" (starken schwarzen Kaffee) zu unserem Stück Kuchen und bewundern alles ausgiebig. Die Seilbahn bringt uns dann schließlich in Windeseile zurück zur Talstation, wo wir ein Taxi zum Hauptplatz, der Plaza de Bolivar nehmen, weil meinem Vater die Höhe doch ein wenig zu schaffen macht.







Té de Coca mit viiiiel Rohrzucker - Medizin gegen die Höhe



Die Plaza de Bolivar ist umgeben von wichtigen Gebäuden - Kathedrale, Kongress, Rathaus und Oberstes Gericht - doch die sieht man manchmal vor lauter Menschen und Tauben fast gar nicht mehr. Jedenfalls wird einem so schnell beim Betrachten des Geschehens wirklich nicht langweilig. Spätestens hier sind wie in Südamerika angekommen.



Im nahen Supermarkt kaufe ich meine kolumbianische SIM-Karte, Empanadas (Teigtaschen) mit Hühnchen und Hackfleisch für meinen Dad und frische, billige Granadillas für mich. Plötzlich muss alles sehr schnell gehen - denn der Magen meines Vaters fängt gar heftig an zu rumoren. Also eilen wir zurück ins Hotel und dort trennen sich erst mal die Wege - meine Mom und ich sitzen im Patio und essen Empanadas und Granadillas. Als wir alle satt sind und der Magen nicht mehr rumort spazieren wir gemütlich durch das Altstadtviertel La Candelaria, wo wir bequemerweise auch wohnen (hier ein Lob an den Reiseorganisator :-) ). Die bunten Häuser sind eine Augenweide. Unweit der Plaza de Bolivar liegt, in einem wunderschönen alten Kolonialpalais, das Botero-Museum. Boteros gemütlich-ausladenden Figuren haben das gewisse Etwas. Und zusammen mit der umgebenden Architektur ein wirklicher Genuss!










In Anlehnung an Goyas "Maja desnuda"
 




Dann wird es langsam dunkel (oder eigentlich eher ziemlich schnell, wir sind ja in den Tropen) und nach ein paar letzten Einkäufen für die morgige Busfahrt schlendern wir zum Hotel, verstauen unsere Wertsachen und gehen bald darauf ganz in der Nähe essen - in einem RICHTIGEN Restaurant: Fleisch en masse. Hier kann man sich das auch eher leisten. Zurück im Hotel schreibe ich dann Blog bis spät in die Nacht. Als ich endlich fertig bin, sind alle schon im Bett - und dem schließe ich mich schnellstmöglich an.

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