Reise nach New York und Kolumbien vom 3. August - 6. September 2012

Montag, 30. Juli 2012

Schon wieder?

Was ist denn mit dem los? War der nicht erst letzten Sommer in Kolumbien? Wieso denn jetzt schon wieder? Solche Fragen könnte sich manch einer stellen, denn es ist ja nicht gerade typisch für mich, zweimal hintereinander in das gleiche Land zu reisen.

Wieso also wieder nach Kolumbien? Gehen mir etwa die Reiseziele langsam aus? Nein, wer mich kennt, der weiß, dass es daran nicht liegen kann. Es bräuchte wohl eher mehrere Leben, um wenigstens die Hälfte der Orte besuchen zu können, die ich gerne wenigstens einmal sehen würde. Aber wieso denn dann? Wer den Blog vom letzten Jahr verfolgt hat [zu finden unter http://oly-vivacolombia.blogspot.de], der hat zumindest schon eine ganz gute Vorstellung, warum es mich wieder in den Norden Südamerikas zieht. Selten hat mich ein Land so fasziniert und begeistert... ich wollte letzten September wirklich gar nicht wieder weg und deswegen also Kolumbien die Zweite! 

Damit es aber nicht "langweilig" wird, ist diesmal nicht alles, aber vieles anders. Zum einen die Anreise - dieses Mal lautet die erste Etappe New York. Es ist schon ewig her, dass ich das letzte Mal dort war und ich freue mich schon riesig auf The Big Apple. Zum anderen reise ich dieses Jahr nicht alleine, auch nicht zu zweit, sondern zu dritt! Meine Eltern haben beschlossen, mich dieses Mal zu begleiten - anscheinend haben meine Fotos "appetitanregend" gewirkt. Abgesehen von Badeurlauben an der oberitalienischen Adria in fast schon prähistorischen Zeiten und einem Kurztrip nach Madrid vor zwei Jahren ist dies eine absolute Premiere! Wer uns kennt, der weiß, wie außergewöhnlich diese ausgeprägte Reiselust bei meinem Vater ist. Um gleich alle Vermutungen zu zerstreuen: nein, es waren keine Drogen, Erpressung oder Ähnliches im Spiel. Die Entscheidung war genauso freiwillig wie überraschend - und ich freue mich sehr darüber!

Was ist geplant? Eine Mischung aus Neu und Alt. Zuerst ein paar Tage im wohl glutheißen Manhattan, dann weiter ins alpine Aprilwetter Bogotás und in die nähere Umgebung. Von Bogotá aus geht´s mit dem Flugzeug über den Äquator an den Amazonas. Im Dreiländereck von Kolumbien, Brasilien und Peru werden wir den Dschungel erkunden. Dann geht es wieder gen Norden, in das frühlingshafte Kaffeedreieck, dem Eje Cafetero. Ein paar Stunden Busfahrt und wir sind in Medellín, der zweitgrößten Metropole des Landes. Es versteht sich von selbst, dass wir von dort den kurzen "Hüpfer" über Andenausläufer und dichten Regenwald an die isolierte Pazifikküste machen - es geht zurück in mein Paradies, der Ecolodge El Cantil zum Wale beobachten und zur Tiefenentspannung. Ich könnte vor lauter Vorfreude schon fast heulen ;-). Natürlich bleibt auch noch Zeit für eine Erkundung von Medellín und Umgebung bevor es dann weiter in die (zu Recht) vielgerühmte "Perle der Karibik" geht, nach Cartagena de Indias. Von dort ist es ein holpriger ca. 8-stündiger Katzensprung in die morbid-charmante Städtchen Mompós, das García Marquez als Vorlage für sein magisches Macondo gedient zu haben scheint. Zum Abschluss gönnen wir uns Entspannung pur auf der Karibik(halb)insel Barú unter Kokospalmen am schneeweißen Strand. 

Die Route für dieses Jahr ist eine Mischung aus Neu und Alt - und ich freu´ mich schon wahnsinnig!
Noch Fragen??? Und ja, ich glaube nicht nur, ich bin mir sicher, dass ich mir das nach letztem Schuljahr wirklich verdient habe... Ganz besonders jetzt, da mich seit einigen Wochen ein Bandscheibenvorfall ärgert! Eigentlich sollte ich mal bei der Krankenkasse nachfragen, ob ich das nicht als Kur deklarieren kann...

So sahen die letzten Wochen aus - ein Grund mehr sich auf den Urlaub zu freuen!!!
Wer wissen möchte, was wir die nächsten Wochen so treiben und wie das Experiment "Betreutes Reisen" läuft (wobei man durchaus die Frage stellen kann, wer wen betreut...), der muss einfach nur hin und wieder hier vorbeischauen, denn ich werde so regelmäßig wie möglich Bericht und Bilder veröffentlichen. Feedback ist natürlich sehr willkommen - zumindest so lange es positiv ist ;-)

2 Kommentare:

  1. Noch kein wirklicher Komentar, lieber Oly, sondern ein Wunsch: Bilder, an denen du nicht an der Nadel hängst. Vor allem ein schön morbides Bild von Mompós würde ich mir wünschen, wenn das möglich wäre, passend zu "... wo die Blumen oxydierten und das Salz sich zersetzte, eine Stadt, der in vier Jahrhunderten nicht mehr eingefallen war, als langsam zwischen welkem Lorbeer und fauligen Gewässern zu altern." Bin gespannt. Helmut

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  2. Lieber Helmut, ich hoffe, ich konnte Deine Wünsche erfüllen. Ich habe mich redlich bemüht. Und zumindest in Sachen "Nadel" hat es ganz sicher geklappt ;-)

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